Discussion:
Ende der Blockstelle Bashaide naht
(zu alt für eine Antwort)
Gerald Oppen
2017-03-14 22:50:08 UTC
Permalink
Raw Message
Zwischenzeitlich wurde zur Erstellung der Abzweigung der NBS zum
Rastatter Tunnel die Flächen freigeräumt. Damit naht das Ende der
Blockstelle "Bashaide" (bzw. Basheide) zwischen Karlsruhe und Rastatt:

https://www.openstreetmap.org/way/39189663/history#map=17/48.94715/8.30097&layers=N

Fotomotive mit zwei auf freie Fahrt stehenden Formsignale bei Begegnung
von u.a. ICE, TGV und "Straßenbahnzügen" wird es wohl nicht mehr lange
geben.

Gerald
Cédric Menge
2017-03-15 01:51:24 UTC
Permalink
Raw Message
Damit naht das Ende der Blockstelle "Bashaide" (bzw. Basheide)
https://www.openstreetmap.org/way/39189663/history#map=17/48.94715/8.30097&layers=N
Fotomotive mit zwei auf freie Fahrt stehenden Formsignale bei
Begegnung von u.a. ICE, TGV und "Straßenbahnzügen" wird es wohl nicht
mehr lange geben.
Naja, bis 2022 sind es immerhin noch fast 5 Jahre…

Was wird dann eigentlich signal- und sicherungstechnisch aus dem Stück
Bestandsstrecke von neuer Abzweigung bis Rastatt? Bekommt die dann
Lichtsignale?


Cédric
Gerald Oppen
2017-03-15 19:46:56 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Cédric Menge
Damit naht das Ende der Blockstelle "Bashaide" (bzw. Basheide)
https://www.openstreetmap.org/way/39189663/history#map=17/48.94715/8.30097&layers=N
Fotomotive mit zwei auf freie Fahrt stehenden Formsignale bei
Begegnung von u.a. ICE, TGV und "Straßenbahnzügen" wird es wohl nicht
mehr lange geben.
Naja, bis 2022 sind es immerhin noch fast 5 Jahre…
Da soll alles fertig sein. Da aktuell das Baufeld frei geräumt wurde,
gehe ich davon aus dass jetzt im Frühjahr die Baustraßen (und Feldwege
die im Rahmen der Flurbereinigung verlegt werden) angelegt werden und
dann das Blockstellenhaus abgerissen wird. Das Haus ist schon längere
Zeit verrammelt und nach meiner Kenntnis die Signale seit dem auch auf
Dauer-Durchfahrt gestellt. Wie es bürokratisch bei der Bahn aussieht
weiß ich nicht, D.h. ob so ein Signal einfach von heute auf morgen
entfernt werden kann oder ob das einen langen Vorlauf benötigt bis alle
Dokumente dazu entsprechend neu herausgegeben werden...
2019 sollen die Gleise der NBS verlegt werden. Ich vermute, dass der
Abzweig mit Verschwenkung der alten Trasse schon vorher erfolgt.
Daher kann man wohl damit rechnen dass die Blockstelle irgendwann
zwischen dieses Frühjahr bis spätestens Ende 2018 verschwindet.
Post by Cédric Menge
Was wird dann eigentlich signal- und sicherungstechnisch aus dem Stück
Bestandsstrecke von neuer Abzweigung bis Rastatt? Bekommt die dann
Lichtsignale?
Davon ist auszugehen. Es ist ja dann nur noch der Bereich Durmersheim
mit alter Signaltechnik und dort eben dort soll ein neues
ferngesteuertes Stellwerk entstehen. Ob der Bereich bereits zur
Inbetriebnahme des Tunnels umgestellt ist oder erst anschließen mit
vorübergehender Streckensperrung erfolgt weiss ich nicht.

Gerald
U***@web.de
2017-03-16 13:53:19 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Gerald Oppen
Post by Cédric Menge
Naja, bis 2022 sind es immerhin noch fast 5 Jahre…
Da soll alles fertig sein. Da aktuell das Baufeld frei geräumt wurde,
gehe ich davon aus dass jetzt im Frühjahr die Baustraßen (und Feldwege
die im Rahmen der Flurbereinigung verlegt werden) angelegt werden und
dann das Blockstellenhaus abgerissen wird. Das Haus ist schon längere
Zeit verrammelt und nach meiner Kenntnis die Signale seit dem auch auf
Dauer-Durchfahrt gestellt.
Dürfte sich dann "Durchschaltung" nennen.
Post by Gerald Oppen
Wie es bürokratisch bei der Bahn aussieht
weiß ich nicht, D.h. ob so ein Signal einfach von heute auf morgen
entfernt werden kann
Ob dann am Stellwerk etwas gemacht werden müßte (vermute: ja)...
Post by Gerald Oppen
oder ob das einen langen Vorlauf benötigt bis alle
Dokumente dazu entsprechend neu herausgegeben werden...
Die freundliche Behörde (mindestens eine) wird da auch noch ein Wort mitreden wollen, wegen Umbau und wegen Kapazitätsminderung. Letztere haben wir de facto jetzt schon, weswegen die Behörde...

Gruß, ULF
Lennart Blume
2017-03-16 18:58:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Gerald Oppen
Das Haus ist schon längere
Zeit verrammelt und nach meiner Kenntnis die Signale seit dem auch auf
Dauer-Durchfahrt gestellt.
Dürfte sich dann "Durchschaltung" nennen.
Ja.
Post by U***@web.de
Post by Gerald Oppen
Wie es bürokratisch bei der Bahn aussieht
weiß ich nicht, D.h. ob so ein Signal einfach von heute auf morgen
entfernt werden kann
Ob dann am Stellwerk etwas gemacht werden müßte (vermute: ja)...
Da die technische Möglichkeit zur Durchschaltung schon heute
existiert, sollte es nicht besonders kompliziert sein. Die
Blockleitungen müssen außerhalb des Stellwerks in einem
Kabelverzweiger dauerhaft verbunden werden. Danach kann der Rest
problemlos abgerissen werden.
Post by U***@web.de
Post by Gerald Oppen
oder ob das einen langen Vorlauf benötigt bis alle
Dokumente dazu entsprechend neu herausgegeben werden...
Signale auskreuzen und in der La bekanntgeben. Dürfte einen Vorlauf
von wenigen Wochen haben.
Post by U***@web.de
Die freundliche Behörde (mindestens eine) wird da auch noch ein Wort mitreden wollen, wegen Umbau und wegen Kapazitätsminderung. Letztere haben wir de facto jetzt schon, weswegen die Behörde...
Gibt es denn derzeit wegen der durchgeschalteten Blockstelle
Kapazitätsengpässe?
Wenn nein, wird das wahrscheinlich genehmigt. Insbesondere, wenn man
dies als ersten Schritt für spätere Ausbaupläne deklariert.

Gruß
Lennart
U***@web.de
2017-03-16 19:04:56 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Lennart Blume
Gibt es denn derzeit wegen der durchgeschalteten Blockstelle
Kapazitätsengpässe?
Wenn nein, wird das wahrscheinlich genehmigt.
Die Bahn neigt(e) dazu, bei Kapazitätsrückbau die
Trassenvergabe vorsorglich so zu steuern, daß die
rückzubauende Infrastruktur, etwa
dahinrostende/zuwuchernde/zugewucherte, aber nicht
offiziell außer Betrieb genommene Überholgleise, außen
vor bleibt.

Das dann aber trassenbestelltechnisch für eine
Wunschtrasse zu belegen, dürfte nicht ganz trivial sein.

Gruß, ULF
Gerald Oppen
2017-03-16 20:12:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lennart Blume
Post by U***@web.de
Die freundliche Behörde (mindestens eine) wird da auch noch ein Wort mitreden wollen, wegen Umbau und wegen Kapazitätsminderung. Letztere haben wir de facto jetzt schon, weswegen die Behörde...
Gibt es denn derzeit wegen der durchgeschalteten Blockstelle
Kapazitätsengpässe?
Nein, es gibt ja wenige Kilometer entfernt noch die Paralleltrasse über
Ettlingen. Der Engpass sitzt derzeit noch zwischen Rastatt und Baden wo
in einem vielleicht 5km langem Abschnitt 4 Gleise auf 2 Gleise
zusammengeführt sind.
Post by Lennart Blume
Wenn nein, wird das wahrscheinlich genehmigt. Insbesondere, wenn man
dies als ersten Schritt für spätere Ausbaupläne deklariert.
Ja, es geht nur darum den Abzweig installieren zu können und dann
anschließend mit moderner Stellwerkstechnik den Bereich zu betreiben.
Da werden dann an der Stelle dann das sechsfache an Signale stehen
(davon ausgehend dass für alle Gleise Gleiswechselbetrieb vorgesehen
ist). 5km weiter entsteht dann noch der Überholbahnhof "Kreuzacker" für
den auch bereits die Erdarbeiten laufen.

Gerald
Ralf Gunkel
2017-03-18 08:36:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lennart Blume
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Gerald Oppen
Das Haus ist schon längere
Zeit verrammelt und nach meiner Kenntnis die Signale seit dem auch auf
Dauer-Durchfahrt gestellt.
Dürfte sich dann "Durchschaltung" nennen.
Ja.
Post by U***@web.de
Post by Gerald Oppen
Wie es bürokratisch bei der Bahn aussieht
weiß ich nicht, D.h. ob so ein Signal einfach von heute auf morgen
entfernt werden kann
Ob dann am Stellwerk etwas gemacht werden müßte (vermute: ja)...
Da die technische Möglichkeit zur Durchschaltung schon heute
existiert, sollte es nicht besonders kompliziert sein. Die
Blockleitungen müssen außerhalb des Stellwerks in einem
Kabelverzweiger dauerhaft verbunden werden. Danach kann der Rest
problemlos abgerissen werden.
Ausbau der ggf. weitern Abhängikeiten wie Freigabe zum Einschalten oder was
man sich sonst noch einfallen lässt).
Der grössere Aufwand ist der Verwaltungsakt zur Auflösung der
Betriebsstelle. Daher wurd man den in die Tunnelbaustelle und die
Erstellung der neuen Stellwerkstechnik in dem Bereich integrieren.

Gruss Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist auch gut so." Dirk
Moebius in deb*
Gerald Oppen
2017-03-26 19:12:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lennart Blume
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Gerald Oppen
Das Haus ist schon längere
Zeit verrammelt und nach meiner Kenntnis die Signale seit dem auch auf
Dauer-Durchfahrt gestellt.
Dürfte sich dann "Durchschaltung" nennen.
Ja.
Post by U***@web.de
Post by Gerald Oppen
Wie es bürokratisch bei der Bahn aussieht
weiß ich nicht, D.h. ob so ein Signal einfach von heute auf morgen
entfernt werden kann
Ob dann am Stellwerk etwas gemacht werden müßte (vermute: ja)...
Da die technische Möglichkeit zur Durchschaltung schon heute
existiert, sollte es nicht besonders kompliziert sein. Die
Blockleitungen müssen außerhalb des Stellwerks in einem
Kabelverzweiger dauerhaft verbunden werden. Danach kann der Rest
problemlos abgerissen werden.
Zwischenzeitlich wurde da eine Kabelverzweigung freigelegt.

Gerald
Gerald Oppen
2017-04-02 21:00:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gerald Oppen
Post by Lennart Blume
Post by U***@web.de
Moin,
Post by Gerald Oppen
Das Haus ist schon längere
Zeit verrammelt und nach meiner Kenntnis die Signale seit dem auch auf
Dauer-Durchfahrt gestellt.
Dürfte sich dann "Durchschaltung" nennen.
Ja.
Post by U***@web.de
Post by Gerald Oppen
Wie es bürokratisch bei der Bahn aussieht
weiß ich nicht, D.h. ob so ein Signal einfach von heute auf morgen
entfernt werden kann
Ob dann am Stellwerk etwas gemacht werden müßte (vermute: ja)...
Da die technische Möglichkeit zur Durchschaltung schon heute
existiert, sollte es nicht besonders kompliziert sein. Die
Blockleitungen müssen außerhalb des Stellwerks in einem
Kabelverzweiger dauerhaft verbunden werden. Danach kann der Rest
problemlos abgerissen werden.
Zwischenzeitlich wurde da eine Kabelverzweigung freigelegt.
...und seit diesem 1. Aprilwochenende ist die Blockstelle abgeklemmt und
die beiden Formhauptsignale sowie deren Vorsignale ausgekreuzt.
Der Abbruch steht damit wohl unmittelbar bevor.

Gerald

Gerald Oppen
2017-03-16 20:04:07 UTC
Permalink
Raw Message
Hallo,
Post by U***@web.de
Post by Gerald Oppen
oder ob das einen langen Vorlauf benötigt bis alle
Dokumente dazu entsprechend neu herausgegeben werden...
Die freundliche Behörde (mindestens eine) wird da auch noch ein Wort mitreden wollen, wegen Umbau und wegen Kapazitätsminderung. Letztere haben wir de facto jetzt schon, weswegen die Behörde...
Da habe ich an der Stelle keine Bedenken. Hier geht es ja nicht um eine
Kapazitätsminderung sondern einer Steigerung. Die alte zweigleisige
Strecke bleibt bestehen und die neue Schnellbahntrasse durch den
Rastatter Tunnel kommt hinzu. Der bis Baubeginn eingleisig geplante
Abzweig bevor wieder zweigleisig auf die Bestandstrasse gesplittet wird
ist inzwischen zu einem vollwertigen zweigleisigen Abzweig umgeplant und
genehmigt.
Die Blockstelle wurde in den letzten Jahren durchgeschaltet weil dort
ein Mann nur zum Bedienen von zwei Signalen (Korrigiere: 4 mit
Vorsignalen, früher noch zwei Anrufschranken) saß.
Nördlich der Abwzweigung ist ein drittes Gleis vorgesehen. Das wird es
aber wohl erst geben wenn zwischen Mannheim und Karlsruhe die
zusätzliche Güterstrecke gebaut wird.


Aktuelle Bilder gibt es übrigens hier:
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?003,7795749,8108092#msg-8108092

Gerald
Loading...