Discussion:
Warum Stahlschwellen?
(zu alt für eine Antwort)
Martin Theodor Ludwig
2016-06-25 14:14:25 UTC
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Hallo debx,

hier[1] wurden neulich ein paar Meter Gleis ausgetauscht. Auffällig ist
ein kurzes Stück mit Stahlschwellen, wo sonst überwiegend Betonschwellen
verbaut sind. Kann das eher etwas mit dem Magneten im Stahl-Abschnitt zu
tun haben, eher mit dem eingedohlten Bach, der offensichtlich hier quer
unter den Gleisen verläuft (wobei ich nicht weiß, in welcher Tiefe - als
der Untergrund freigelegt war, hab' ich die Beobachtung dieser Stelle
versäumt), oder noch was ganz anderes?

[1] siehe www.mtl-9.de/tmp/16d2573v.jpg ...

Bis dann, Martin
--
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Christoph Schmitz
2016-06-25 14:24:18 UTC
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Post by Martin Theodor Ludwig
Hallo debx,
hier[1] wurden neulich ein paar Meter Gleis ausgetauscht. Auffällig ist
ein kurzes Stück mit Stahlschwellen, wo sonst überwiegend Betonschwellen
verbaut sind. Kann das eher etwas mit dem Magneten im Stahl-Abschnitt zu
tun haben, eher mit dem eingedohlten Bach, der offensichtlich hier quer
unter den Gleisen verläuft (wobei ich nicht weiß, in welcher Tiefe - als
der Untergrund freigelegt war, hab' ich die Beobachtung dieser Stelle
versäumt), oder noch was ganz anderes?
[1] siehe www.mtl-9.de/tmp/16d2573v.jpg ...
"Magnete" (die ja eigentlich Schwingkreise sind) kann man auch an
Betonschwellen anbringen, das sieht man oft genug. Aber das mit
dem Bach klingt plausibel, meines Wissens haben Stahlschwellen die
geringste Bauhoehe. Und leichter sind sie wohl auch, wobei man oft
auch Holzschwellen verwendet, wenn vor allem das Gewicht kritisch
ist.

Christoph
alfons
2016-06-25 15:47:42 UTC
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Post by Martin Theodor Ludwig
Hallo debx,
hier[1] wurden neulich ein paar Meter Gleis ausgetauscht. Auffällig ist
ein kurzes Stück mit Stahlschwellen, wo sonst überwiegend Betonschwellen
verbaut sind. Kann das eher etwas mit dem Magneten im Stahl-Abschnitt zu
tun haben, eher mit dem eingedohlten Bach, d
Der Oberbau braucht einen gewissen Unterbau, also eine "Mindestdicke"
des Schotters.
Wenn die Betondecke einer Brücke "zu hoch" ist, weicht
man daher auf die flachste Schwellenbauart aus.
Oder man müsste hier eine Rampe auf/anfüllen!
--
Mit freundlichen Gruessen, Alfons
_____
\ / | oo| ..:.
||__|___| _/ |
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/ o OOOO o o o o
Ralf Gunkel
2016-07-09 07:40:58 UTC
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Post by Christoph Schmitz
Post by Martin Theodor Ludwig
Hallo debx,
hier[1] wurden neulich ein paar Meter Gleis ausgetauscht. Auffällig ist
ein kurzes Stück mit Stahlschwellen, wo sonst überwiegend Betonschwellen
verbaut sind. Kann das eher etwas mit dem Magneten im Stahl-Abschnitt zu
tun haben, eher mit dem eingedohlten Bach, der offensichtlich hier quer
unter den Gleisen verläuft (wobei ich nicht weiß, in welcher Tiefe - als
der Untergrund freigelegt war, hab' ich die Beobachtung dieser Stelle
versäumt), oder noch was ganz anderes?
[1] siehe www.mtl-9.de/tmp/16d2573v.jpg ...
"Magnete" (die ja eigentlich Schwingkreise sind) kann man auch an
Betonschwellen anbringen, das sieht man oft genug. Aber das mit
dem Bach klingt plausibel, meines Wissens haben Stahlschwellen die
geringste Bauhoehe. Und leichter sind sie wohl auch, wobei man oft
auch Holzschwellen verwendet, wenn vor allem das Gewicht kritisch
ist.
PZB Magneten ist die Schwellenart egal da diese "nach oben" wirken und
zudem nicht an den Schwellen sondern an der Schiene befestigt sind.
Was sich (meist) nicht verträgt sind Achszähler und Schwellen. So
findet man z. B. bei mir vor Ort in einem mit Stahlschwellen
ausgerüsteten Gleis (die Schienen sind von Röchling von 1923!) zwei ca.
5m lange abschnitte mit Betonschwellen damit man dort die Zp30 von
Thales anbauen konnte.
Auch Gleiskreise mit Stahlschwellen sind "wenig prickelnd". Da diese
mindestens einseitig auf jeder Schwelle isoliert angebracht werden
müssen. Bei einem Schwellenabstand von ca 65cm und vielleicht mal 500m
Gleis kann man sich die Anzahl der Fehlerquellen schnell ausrechnen. ;-)

Wie Alfons es schon ausführte ist der Grund für konventionelle
Stahlschwellen oft die bei diesen weniger große Schicht Schotter
zwischen Schwellenunterkante und der Planumsschutzschicht, Brückendecke
o. ä.
Denn der Schotter greift auch in die Schwelle hinein und trägt nicht
nur wie bei Holz oder Betonschwellen unter bzw. seitlicher von diesen ab.
Bei Unterführungen spart(e) man gerne jeden Zentimeter an Tiefe und
damit kam die Decke eben der Schwellenunterkante näher was dort dann
die Stahlschwelle erfordert um den Oberbau stabil zu halten. Alternativ
dazu verwendet man auch eine Art kurzer fester Fahrbahn indem die
Rippenplatten direkt auf der Oberseite der Brücke / Unterführungsdecke
angebracht werden. Ist aber auch nicht besonders beliebt da dann der an
sich "schwimmende" Oberbau an einer Stelle Fixiert wird und damit
sozusagen Reibungsverluste am Übergang von Schotter zu Fest bzw.
umgekehrt und damit Verschleiß auftritt, wie z. B. Schlammstellen oder
Schotterabrieb. Vgl. Aktion Kassel - Göttingen vor den Tunneln .
Auf Nebenbahnen fand die Stahlschwelle gerne Verwendung da man mit
weniger Schotter die gleiche Stabilität des Oberbaus Holzschwellen und
zudem bei längerer Liegezeit erreichte. Achszähler oder GLeiskreise
waren dort ja lange kein Thema.

Gruss Ralf

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