Discussion:
Die Deutsche Bahn plant den Einsatz von fahrerlosen Zuegen
(zu alt für eine Antwort)
Gerrit Borheier
2017-03-04 06:58:16 UTC
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Roboter sollen Lokfuehrer im Cockpit abloesen.

Zwischen Annaberg-Buchholz und Wolkenstein soll demnaechst ein
umbebauter Triebwagen der Baureihe VT 642 autonom verkehren.

<http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fahrerlose-zuege-wenn-der-computer-den-zug-steuert-1.3403500>
Reinhard Greulich
2017-03-07 13:57:34 UTC
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Post by Gerrit Borheier
Zwischen Annaberg-Buchholz und Wolkenstein soll demnaechst ein
umbebauter Triebwagen der Baureihe VT 642 autonom verkehren.
Viel Spaß. Gerade vor ein paar Tagen haben ein paar der hier
Mitschreibenden die m2 in Lausanne besucht und gesehen, was für ein
unglaubliches Gesch*ss gemacht wird, um eine gegen Außeneinflüsse
völlig abgeschlossene U-Bahn (Bahnsteigtüren) nicht autonom, sondern
voll ferngesteuert und dabei vor allem störungsfrei zu betreiben. Das
funktioniert gut, aber ein wesentlicher Teil des Erfolges ist eben die
Abgeschlossenheit des Systems, die auch z.B. Mitarbeiter der Werkstatt
zu beachten haben.

Gruß - Reinhjard.
--
de.etc.bahn.* Wintertreffen 2017 auf Alp Grüm,
Rigi Klösterli und in Brig - 1..- 6.3.2017,
Programm: http://www.debx.de - Nachrückerplatz frei!
Stefan Reuther
2017-03-07 17:33:55 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Post by Gerrit Borheier
Zwischen Annaberg-Buchholz und Wolkenstein soll demnaechst ein
umbebauter Triebwagen der Baureihe VT 642 autonom verkehren.
Viel Spaß. Gerade vor ein paar Tagen haben ein paar der hier
Mitschreibenden die m2 in Lausanne besucht und gesehen, was für ein
unglaubliches Gesch*ss gemacht wird, um eine gegen Außeneinflüsse
völlig abgeschlossene U-Bahn (Bahnsteigtüren) nicht autonom, sondern
voll ferngesteuert und dabei vor allem störungsfrei zu betreiben. Das
funktioniert gut, aber ein wesentlicher Teil des Erfolges ist eben die
Abgeschlossenheit des Systems, die auch z.B. Mitarbeiter der Werkstatt
zu beachten haben.
Ich würde mal sagen, dass das verschiedene Dimensionen des Problems
sind, die da beleuchtet werden.

Im Gegensatz zur U-Bahn muss der VT 642 weder präzise an Bahnsteigtüren
halten, noch um 3-Minuten-Takt nach einem sekundengenauen Fahrplan
fahren. Mitarbeiter und Fahrgäste haben sich auch beim menschlich
gesteuerten Zug aus dem System herauszuhalten und ziehen da genau wie
gegen den automatischen Zug den Kürzeren.

Insofern klingt das wie ein naheliegender Versuch (25 km Nebenbahn statt
300 km SFS) und wäre schon gespannt, wie zuverlässig sich das erweist.


Stefan
Kai Garlipp
2017-03-07 21:51:39 UTC
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Post by Stefan Reuther
Post by Reinhard Greulich
Post by Gerrit Borheier
Zwischen Annaberg-Buchholz und Wolkenstein soll demnaechst ein
umbebauter Triebwagen der Baureihe VT 642 autonom verkehren.
Viel Spaß.
Ich würde mal sagen, dass das verschiedene Dimensionen des Problems
sind, die da beleuchtet werden.
Hier der unbeschranke Bahnübergang, da die Fußgängerquerung. Das wird
interessant. Wird eigentlich die Strecke gleich auf ETCS umgestellt, oder wie
kommen die Anweisungen vom Stellwerk in das Fahrzeug?
Post by Stefan Reuther
Insofern klingt das wie ein naheliegender Versuch (25 km Nebenbahn statt
300 km SFS) und wäre schon gespannt, wie zuverlässig sich das erweist.
Ich glaube die 300 km SFS lassen sich einfacher automatisieren als 25 km Nebenbahn.

Bye Kai
Reinhard Greulich
2017-03-07 23:02:56 UTC
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Post by Kai Garlipp
Ich glaube die 300 km SFS lassen sich einfacher automatisieren als 25 km Nebenbahn.
Beides definitiv nicht, jedenfalls nicht weit über das hinaus, was
ETCS bzw. AFB/LZB leisten. Sensorik, die über die Reichweite des
menschlichen Auges hinaus oder gar über die gesamte Bremsstrecke
reicht oder nur diese erreicht, verbunden mit Intelligenz, die nicht
von Störung zu Störung reicht, sondern angemessen entscheidet, hat man
nicht und deshalb bleibt nur Einhausung der gesamten Strecke, wie man
das vielleicht bei einer Metro noch hinbekommt, aber nicht über lange
Strecken.

BTW: Dann kann man auch mit moving blocks fahren, weil eben die
grundlegenden Probleme, die das bei regulären Eisenbahnen verhindern,
durch die vollständige Einhausung abgefangen werden. Dennoch leistet
man sich auch da (Lausanne, m2) Signale und feste Blöcke als
Rückfallebene.

Gruß - Reinhard.
--
de.etc.bahn.* Wintertreffen 2017 auf Alp Grüm,
Rigi Klösterli und in Brig - 1..- 6.3.2017,
Programm: http://www.debx.de - Nachrückerplatz frei!
Stefan Reuther
2017-03-08 18:40:09 UTC
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Raw Message
Post by Kai Garlipp
Post by Stefan Reuther
Post by Reinhard Greulich
Post by Gerrit Borheier
Zwischen Annaberg-Buchholz und Wolkenstein soll demnaechst ein
umbebauter Triebwagen der Baureihe VT 642 autonom verkehren.
Viel Spaß.
Ich würde mal sagen, dass das verschiedene Dimensionen des Problems
sind, die da beleuchtet werden.
Hier der unbeschranke Bahnübergang, da die Fußgängerquerung.
Die Frage ist halt, was der Zug da machen kann, wenn einer die Regeln
verletzt, um ein signifikant von "bei Aufprallerkennung Vollbremsung"
verschiedenes Ergebnis zu erreichen. Viel wird's nicht sein.
Post by Kai Garlipp
Post by Stefan Reuther
Insofern klingt das wie ein naheliegender Versuch (25 km Nebenbahn statt
300 km SFS) und wäre schon gespannt, wie zuverlässig sich das erweist.
Ich glaube die 300 km SFS lassen sich einfacher automatisieren als 25 km Nebenbahn.
Bei 300 km SFS hat der Entstörtrupp ein Problem mit der Anfahrzeit, und
der Zug ein Problem mit der Räumzeit (auf Sicht mit 40 km/h?).


Stefan
Tobias Nicht
2017-03-17 11:07:39 UTC
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Post by Kai Garlipp
Hier der unbeschranke Bahnübergang, da die Fußgängerquerung. Das wird
interessant. Wird eigentlich die Strecke gleich auf ETCS umgestellt, oder wie
kommen die Anweisungen vom Stellwerk in das Fahrzeug?
Das Fahrzeug hat nach meinen Infos Kameras und Radar/Lidar. Das ist
ein weiterer Test unter vielen vorhergehenden.
Sollte schon 2016 losgehen. Wie weit dies in der Praxis funktioniert
kann ich nicht sagen. Machbar ist es sicher, die Frage ist nur was es
kostet.

Siemens ist ja nun der Meinung, dass kein Personal eingespaart werden
kann.Ein PDF dazu gibt es unter:
https://t.co/do3rFWuYcD
Ob angesichts der schon heute eingesetzten Fahrassi Systeme die
restlichen Ziele erreicht werden weiss ich nicht.

Gruß Tobias
Ralf Gunkel
2017-03-18 08:41:15 UTC
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Raw Message
...
Post by Tobias Nicht
Siemens ist ja nun der Meinung, dass kein Personal eingespaart werden
https://t.co/do3rFWuYcD
Ob angesichts der schon heute eingesetzten Fahrassi Systeme die
restlichen Ziele erreicht werden weiss ich nicht.
Danke für den Link. Sehr interessant.


Gruss Ralf
--
"Sicherungstechnik ist gelebte Paranoia. Und das ist auch gut so." Dirk
Moebius in deb*
Reinhard Greulich
2017-03-18 11:58:25 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Gunkel
Danke für den Link. Sehr interessant.
Schließe mich an. "Gipfel der überzogenen Erwartungen - Tal der
Enttäuschungen - Pfad der Erleuchtung" - hm. Sowas von Siemens zu
lesen, ist schon ungewöhnlich.

Gruß - Reinhard.
--
de.etc.bahn.* Wintertreffen 2017 auf Alp Grüm,
Rigi Klösterli und in Brig - 1..- 6.3.2017,
Tour: http://trackmytour.com/qBT5J
Tobias Nicht
2017-03-18 23:06:23 UTC
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Raw Message
On Sat, 18 Mar 2017 12:58:25 +0100, Reinhard Greulich
Post by Reinhard Greulich
Post by Ralf Gunkel
Danke für den Link. Sehr interessant.
Schließe mich an. "Gipfel der überzogenen Erwartungen - Tal der
Enttäuschungen - Pfad der Erleuchtung" - hm. Sowas von Siemens zu
lesen, ist schon ungewöhnlich.
Leute die direkt damit zu tun haben, kennen die Hürden und kennen
ungefähr den Umfang der zu erwartenden Schwierigkeiten. Die lesen halt
nicht nur Datenblätter und reden auf Messen mit Marketingtypen.

Gruß Tobias
U***@web.de
2017-03-24 19:20:57 UTC
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Moin,
Post by Tobias Nicht
https://t.co/do3rFWuYcD
Wofür braucht man eigentlich beim Hyperl^^p, Seite 2, das große
Turbinenrad am Heck?

Um das Gerät in einen nachfolgenden, aber wie eigentlich abgetrennten,
Abschnitt zu katapultieren? Hinter den Bahnsteigglastüren würde ich
kein Vakuum aufbauen wollen.

Gruß, ULF
Peter J. Holzer
2017-03-26 20:30:40 UTC
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Raw Message
Post by U***@web.de
Post by Tobias Nicht
https://t.co/do3rFWuYcD
Wofür braucht man eigentlich beim Hyperl^^p, Seite 2, das große
Turbinenrad am Heck?
Um das Gerät in einen nachfolgenden, aber wie eigentlich abgetrennten,
Abschnitt zu katapultieren? Hinter den Bahnsteigglastüren würde ich
kein Vakuum aufbauen wollen.
In der Röhre herrscht kein Hochvakuum, nur sehr geringer Druck. Das
bisschen Luft, das noch da ist, zwischen Kapsel- und Röhrenwand
zusammenzupressen, erzeugt offenbar immer noch einen nicht-
vernachlässigbaren Widerstand, so dass es besser ist, die Luft aktiv von
vorn nach hinten zu befördern. Das Team der TU-München, dessen Prototyp
kürzlich als einziger das Ziel erreicht hat (und seltsamerweise trotzdem
nicht gewonnen hat), hat jedenfalls den Propeller für unbedingt
notwendig erachtet (wenn ich mich richtig erinnere, haben sie es zuerst
ohne versucht), und das, obwohl ihr Prototyp wesentlich langsamer und
weniger "passgenau" war, als das Konzept vorsieht.

hp
--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | ***@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpaßt. -- Ralph Babel
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